Donnerstag, 19. November 2009

Peru, Bolivien und Chile

Parque National Lauca - Chile: Nachdem ich einige Tage in La Paz - Bolivien verbracht habe, bin ich direkt mit dem Bus nach Chile in den Nationalpark gefahren. Hoch im Norden Chiles befindet sich auf 4500m dieser wunderschoene Park. Der Park war das Highlight meiner bisherigen Suedamerikareise. So schoen!!! Kann ihn gar nicht richtig beschreiben ... Die meisten Touristen lassen den Park links liegen, ein grosser Fehler. Leider ist der Lago Chungara im Park bedroht, weil eine Kuestenstadt Chiles das Wasser abpumt, um in der Wueste Tomaten zu zuechten... *kopfschuetteln*

Moorlandschaft im Park:

Im ganzen Park grasten kleine Herden von Vicuñas zwischen riesigen Herden von Alpakas und Lamas friedlich nebeneinander. Ab und zu haben wir Viscachas gesichtet. Einen Verschnitt aus Hase und Chinchilla.. Ueberhalb des Lago Chungara tronte der gewalltige Vulkan Parinacota. Rundum tronten andere Vulkane, aktive und inaktive.... echt imposant!!
Vicuña am grasen:

Vicuñaherde:
Bergwelt Parque National Lauca:
Volcano Parinacota (sein Zwilling sieht man gerade noch rechts hervorschauen) und Lago Chungara:
Viscacha am Sonne geniessen:hups... jetzt hat meine Kamera keine Batterie mehr... darum auch keine Bilder mehr... schade...

Huayna Potosi 6088m - Bolivien: habe mal wieder einen Challange gebrauch. Kurz enschlossen habe ich eine Tour auf den Huayna Potosi gebucht. Huayna Potosi liegt ganz in der Naehe von La Paz und ist sehr beliebt zum besteigen. Erst wurden wir zum 1. Basecamp auf 4800m gebracht, wo wir den Nachmittag mit Eisklettern auf dem nahen Gletscher verbrachten.
Anfahrt zum ersten Basecamp:

Bergtourist:

Eisklettern: Doro an der Eiswand klebend und kein weiterkommen...
Yeah... doch noch oben angekommen..
Am 2 Tag kaempften wir uns mit dem ganzen Kletterequipment auf das 5200m hohe gelegene ". Basecamp. Von dort sind wir dan wiederum mitten in der Nacht um 1.00 richtung Gipfel auf 6088m losmarschrschiert. Wir hatten glueck und konnten bei relativ guten Wetter hochlaufen. Einige Gruppen eine Nacht zuvor, mussten bei Schneefall, Gewitter etc. den Aufstieg abbrechen. Nur die Hardcores erreichten den Gippfel.
2. Basecamp: Im Hintergrund der Gipfel des Huayna Potosi.

Die ersten 3h hatten wir super sicht auf La Paz, dann hat uns der Nebel umhuellt. Die letzten 200 Hoehenmeter und 2h waren hart. Natuerlich gings dann am steilsten hoch und mehrheitlich auf Eis und ganz zum Schluss ueber Felsen (einen Scheiss mit Steigeissen... ). Doch wir hatten es bis nach oben geschfft.

Mein Seilschaftskameradin Angela und ich auf dem Gipfel auf 6088m:


Lago Titicaca-Peru: Im Sueden von Peru liegt der Titicacasee. Das war meine letzte Station in Peru, bevor ich nach Bolievien uebersetzte. Auf peruanischer Seite des Sees gibts einige Sehenswuerdigkeiten die man nicht auslassen konnte. Da sind einerseits die kuenstlichen"islas flotantes" und anderseits die natuerlichen Inseln, Isla Amantani und die Isla Taquile.

Islas flotantes: Die Inseln sind lediglich aus einer dicken Schicht von Schlilf gebaut. Auch die Hauser und Schiffe sind alles aus Schilf, das in unmittelbarer Ungebung wuchert. Die Leute leben nach wie vor sehr traditionell.

Oma und Opa leben in Haus mit Spitzdach, die anderen Familienmitglieder in den anderen Hauser daneben. Gekocht wird drausen. Die Kochstellle ist uebrigens ganz rechts neben Grosselternhaus...
Transportmittel Schiff:

Anderer Haus mit Kochstelle links...:

Isla Amantani und Isla Taquile. Die beiden Inseln liegen nahe beieinander, unterscheiden sich aber total. Nicht von der Vegetation sondern von den Menschen die dort leben. Auf Amantani habe ich bei einem alten Ehepaar uebernachtet. Das Leben ist auf der Insel sehr einfach und die Bewohner sind auf Mitbringsel wie Gemuese, Fruchte etc. sehr froh. Tradition spielt noch eine grosse Rolle. Frauen wie Maenner tragen keine westilche Kleidung sondern ihre Trachten.

Blick von Isla Amantani auf Isla Taquile:

Ausblick vom Hausberg der Isla Amantani auf die Cordilliera Real in Bolivien:

Rechts meine Gastmutter. Als wir mit dem Schiff auf der Insel angekommen sind, haben sie am kleinen Hafen schon auf uns gewartet, um uns abzuholen. Auf der Insel kommt jeder mal dran, Touristen zu bewirschaften.
Geraniengarten im Innenhof meiner Gasteltern:Aussicht von meiner Unerkunft auf den Lago Titicaca in Richtung Bolivien:

Die Insel Taquile ist wie eine Welt fuer sich. Bewohner dieser Insel fuehren ebenfalls ein traditonelles Leben wie auf Amantani, doch unterscheidet sich ihr total. Unverheiratete Maenner erkennt man an der Rotweissen "Schlafmuetze", verheiratete an der komplett roten... Frauen, die verheiratet sind, tragen das Kopftuch offen, unverheiratete sind verschleiert...

Blick von isla Taquile auf Isla Amantani:

Verheiratete Manner mit roter Muetze:

Touristin auf Isla Taquile hoch ueber dem Lago Titicaca:

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Peruanische Highlights und mehr...

Cusco: In Cusco fuehlt man sich gar nicht wie in Peru. Es ist eine Perle auf 3400m!!! Cusco war der Nabel des Inka-Imperiums und als die Spanier kamen haben sie die Stadt zerstoert und mit den Inka-Steinen neue Gebaeude gebaut.
Kathedrale beim Plaza de Armas:

Lauben rund um den Plaza de Armas:
Seitengassen Cusco's:
Originalmauer der Inkas: Man bemerke die Genauigkeit, mit welchen die Inkas ihre Mauern gemacht haben. Zwischen den Steinen hat keine Nadel platz. 12-eckiger Mauerstein:
Kinder werden von Jung und Alt noch traditionellerweise im Tuch auf dem Ruecken getragen.

Buntes Strassenbild, wenn auch nur fuer die Kamera:

Machu Picchu: Natuerlich durfte eine Reise nach Machu Picchu nicht fehlen. Diese Inka-Staette liegt schon fast im Amazonasgebiet und wurde dazumals von den Spaniern nie entdeckt und dadurch erhalten geblieben.


Ich habe eine Budget-Tour gebucht, was 5h in einem absolutenten unbequemen Bus auf holpriger Piste bedeutete. Die Umgebung war jedoch hammer. Erst kletterte der Bus auf ueber 4000m wo es bitterkalt war und schlaengelte dann auf 2500m runter wo es tropisch warm war.
Schnappschuesse aus dem Bus:

Bruecke ueber einen Fluss. Bei einer anderen musste ich kurz mal die Haende vors Gesicht schlagen... Die bestand lediglich aus ein paar Bretter.
Um 4.00 am Morgen machten wir uns auf den Weg, um Machu Picchu vor den Menschenmassen zu erreichen. Machu Picchu ist wirklich wunderschoen gelegen.
Es bot sich eine phantatische Aussicht in die Umliegende Bergwelt:

Wie die wohl diese Steine uebereinander stapeln konnten...



Aussicht von Wayna Picchu auf Machu Picchu, dem charakteristischen Berg auf dem ersten Bild. Sogar hier oben haben die Haeuser gebaut. Absolut wahnsinnig...

Saline: Aus dem Berg sprudelt Wasser mit hohem Salzgehalt. Die Inkas haben dazumal angefangen, daraus Salz zu gewinnen. Sie fuehrten das Wasser in Teiche und liessen es verdunsten. Die Salinen wurden nach den Inkas immer wieder bis Heute erweitert.


Moray: weitere Relikte der Inkazeit. Die Terassen dienten irgendwie als Experimentsplatform fuer Getreide, Fruechte etc...

Nascalinien: Nasca liegt an der Kueste von Peru und Scharen von Touristen kommen nur wegen den bekannten Nascalinien hierher. So auch ich. Aus einer klapprige Cessna, Typ unbekannt, konnte ich die geheimnissvollen Nascalinien von der Vogelperspektive betrachten. Teilweise war es echt schwierig die Figuren zu entdecken, da noch unzaehlige andere Spuren im Sand waren. Hier ein paar Beispiele:
Astronaut: ob der wirklich vor 2000 Jahren in den Berg gekratz worden ist...??

Haende oder je nach betrachtungsweise ein Frosch...:

Spinne:

Kolibri:

Affe:
Ayacucho 2700m: Die Hauptstrasse von Lima zu dieser kleinen Andenstadt wurde erst vor gut 15 Jahren fertig gestellt. Gluecklicherweise hat die Neuzeit das alte und autentische Leben von Ayacucho nicht verdraengen koennen. In einer ermuedenden und arschkalten Nachtfahrt von der Kueste aus, erreichten wir diese kleine Perle. Endlich das farbenfrohe Peru, das man aus zahlreichen Bildern kennt.

Plaza de Armas Ayacucho:


bunter Markt:

gemuetliches plaudern mit einem aelteren Herrn hoch ueber Ayacucho:

Traditionell bekleidete Frauen:



Umgebung von Ayacucho:

Und zu guter Letzt noch eine andere Nachricht. Ich haben meinen Flug auf Ende Januar verschoeben. Ja, Suedamerika laesst mich so schnell nicht los...=) Es gefaellt mir einfach zu gut hier!