Flussfahrt mit Eduardo III: Nach einer spannenden dreitaegigen Flussfahrt den Rio Marañon runter bin ich heil in Iquitos angekommen. Auf unserem Schiff konnte man nicht viel mehr machen als in der Haengematte relaxen, die schoene Aussicht geniessen, der Hitze aus dem weg gehen, bei den wenigen Stopps dem Gewimmel zusehen, den Flussdelfinen beim fischen zuschauen, 1000 Fragen von meiner 5 jaehrigen Haengemattennachbarin beantworten und viiieel schlafen.
Bei einem der wenigen Stopps um mehr Cargo aufzuladen. Frauen und Kinder kamen um Esswaren und Papagaien zu verkaufen. Ein Papagei kostete 10 Soles, was umgerechnet wenige Franken sind. Bei diesem Stop hat unser Lancha das Wasserflugzeug angerempelt, was zu einem riesenauflauf fuehrte... .grins

Mein Haengemattengschpeondli: Viviana aus Iquitos

Haengemattenwirwar: Normalerweise reisen doppelt so viele Passagiere mit...




Kleiner Affe: was der sich wohl gedacht hat...



Eduardo III: Typisches Boot auf den Fluessen Amazonas. 2 Personendecks fuer Haengematten und zu unterst Cargodeck mit allerlei Getier, Gepaeck und vorallem Bananen...
Mein Haengemattengschpeondli: Viviana aus Iquitos
Sonnenuntergang auf dem Rio Marañon:
Iquitos (500000 Einwohner): Iquitos selbst ist eine heisse und stickige Jungelstadt mit unglaublich vielen Mototaxis! Noch am gleichen Tag haben wir eine 5 Taegige Jungeltour gebucht. Wilson, unser Guide, versprach uns viel Abenteuer...
Die meisste Zeit waren wir mit dem Kanu unterwegs und paddelten Fluesse auf und abwaerts, besuchten kleine und grosse Seen. Da gerade Trockenzeit herrschte, war es schwierig Tiere zu finden. In der Regenzeit ist der Wasserspiegel 5m(!) hoeher und der umliegende Regenwald ist total ueberfluetet. Die Tiere draengen sich dann auf den verbleibenden trockenen Inseln und sind besser zu finden.
Trotzdem haben wir viele Tiere gesehen. Ueber unsere Koepfe zogen blaue und rote Aras vorbei, Spinnen und Tarantel gabs zu tausende, ein welkes Blatt hat sich als Zweifingerfaultier herausgestellt, wir haben eine kleine suesse Wuergschlange entdeckt, Keimane gesehen, drei verschiedene Affenarten beobachtet, mit grauen und rosa Flussdelfine geschwommen, Tukane entdeckt und und und...
Jungel-Snack: gegrillte Maden, schmeckten recht gut!
Piraña-fischen: innerhalb von 1h haben wir 12 Stueck gefangen. Die gabs dann gegrillt zum Mittagessen. Hatten nicht wirklich viel Fleisch, schmeckten aber recht lecker...
Kleiner Affe: was der sich wohl gedacht hat...
Beruehmte Wasserlilien:
Weisser Keiman: In der Nacht machten wir uns mit dem Kanu auf um Keimane zu suchen. Die Augen der Keimane reflektierten rot. So konnte man die gut ausfindig machen. Wilson hat sich per Kanu leise angepirscht und uns das folgende Exeplar gefangen. Dieser Keiman war ca. 3 jaehrig und noch nicht voll ausgewachsen. Ein ausgewachsener Keiman erreicht schon mal 1.5m. Dies war das Highlight unserer Jungletour. Keimane sind absolut faszinierende und wunderschoene Tiere!!!.
Jetzt bin ich bereits wider zurueck aus dem Amazonas und reise an die Kuste nach Trujillo weiter. Heute werde ich auch mein Reisegschpoenli, welches mit mir die letzten 2 Wochen zusammen reiste, verabschieden. Freue mich, wieder mal ein bisschen alleine zu sein und hoffe auf weitere Abenteuer...