Donnerstag, 4. Februar 2010

Chile Nordkueste und rund um Boliviens Regierungssitz La Paz..

Chiles Nordkueste: Nach dem Ausflug in die Salzwueste Boliviens gings von San Pedro zurueck an die Kuste wo wir alles gegen Norden Richtung Peru gefahren sind. Morgendlicher Joggingtreff in Iquique, aufgenommen von unserem Uebernachtungsplatz aus:

Fischerboote bringen bei Sonnenuntergang ihren Fang nach Hause: Kuestenlandschaft: Erst bei naeherem hinhoeren haben wir bemerkt, dass die Felsen voller leben sind:
Und hier die Uebeltaeter, die fuer den weissen Ueberzug der Felsen verantwortlich sind: Pelikane, Kormorane und Nasca-Toelpel...
Hmmm... frischen Fisch und Muscheln...:
und Sonnenuntergang zum z'Nacht:
Man findet so einiges an den verlassenen und kilometerlangen Straenden von Chile:
Das Karrersche Wohnmobil ist winzig klein im Vergleich zum gigantischen Sandberg im Hintergrund:
Obacht! Schwertransport auf den Suedamerikanischen Strassen:
Und sobald man wieder einige tausend Hoehenmeter hintersich gebracht hat heisst es auch wieder: Obacht Lama! Auf der Landstrasse nach La Paz...
Einige Exemlare waren sehr zutraulich. Jedoch waren mir die angelegten Ohren des wolligen Tieres nicht so geheurer... ich ihm wohl auch nicht so...
Mal wieder eins der seltenen Viscachas auf ueber 4000m.
Obacht auch vor dem grossen Stinker: da heisst es nur "Lucke Schliessen por favor!!!"
Aber auch Obacht in den ueberfluteten Kreisel uns Strassen von La Paz's Vorort El Alto:
Achtung Schweineverkehr:
Und hier erst recht Obacht: La Paz Boliviens Regierungshauptsitz und nicht Hauptstadt! Die Reichen wohnen unten auf 3000m in modernen Viertel, die Armen 1000m hoeher an den Haengen geklebt... Das taegliche Leben in La Paz kann nicht unterschiedlicher sein. Im Zentrum laufen einem Traditionell bekleidete Leute indigener Abstammung ueber den Weg, jedoch auch topmodere Frauen mit "Stoegeli"-Schuhe und schickimicki Sonnenbrille oder auch mal ein Punk mit Irokesenschnitt. Eine Kunterbunte Mischung, die es nur in einer Stadt in der Welt gibt! La Paz!!! Was fuer eine eindrueckliche Stadt!Scheu ist man, wenn man eine Kamera erblickt. Viele der indigenen Bevoelkerung hat den Respekt vor den Touristen verlohren und wirf sogar mit Steinen auf photografierende Personen. Einige denken, durch das fotograpieren stiehlt man ihnen die Sehle (Aberglaube ist in Suedamerika recht verbreitet) oder sind einfach total genervt, wenn sie schon das tausendste Mal abgelichtet werden: Touri-Mercado mit allerlei Plunder:
Getrocknete Lama-Foeten auf dem Hexenmarkt.
Die gefaehrlichste Strasse der Welt: Kurz hinter La Paz fallen die Anden innerhalb 200km ins Amazonasbecken hinab. Und dorhin fuehrt auch die gefaehrlichste Strasse der Welt hin, erst hinunter zu den Yungas und dann in den Amazonas. Die Yungas sind fruchtbare Auslaufer der Anden, wo Koka, Kaffee und diverse Fruechte angepflanz werden. Die Strasse verdient den Namen, weil frueher ab und an mal ein Lastwagen oder Bus die Kurve nicht gekriegt hat. Heute gibts eine sichere Umfahrungsstrasse, die alte bleibt jedoch fuer den Tourismus offen.

Die kleinen Doerfchen entlang der Strasse sind alle verlassen, da kein Verkehr mehr durch kommt. Auch bei Tante Betty ist mittlerweile tote Hose:
Kreuzen fast unmoeglich: links gehts 200m in die Tiefe... Stellt euch vor, hier ging vor 20 Jahren der ganze Verkehr durch... unglaublich oder?
Die Todesstrasse und auch 2 Wochen mit meinen Eltern im Wohnmobil habe ich gut ueberstanden. Jetzt bin wieder alleine unterwegs.

Tupiza: Bolivien moechte ich so schnell nicht mehr verlassen. Darum noch einen Ausflug per Ross in der Umgebung von Tupiza mit den spektakulaeren Steinformationen:

Kirche von Tupiza:


Jetzt bin ich unterdessen in Sucre, Boliviens Hauptstadt angekommen. Werde hier noch ein bisschen bleiben, und von der billigen und superguten Sprachschule profitieren. Schon bald kommt dann Stefi nach Suedamerika und werde mit ihr zusammen die letzten 3 Wochen verbringen!

Mittwoch, 20. Januar 2010

bekannte gesichter und bekannte regionen

Nordargentinien: Endlich mal wieder bekannte Gesichter. Ich mache zurzeit Ferien in den Ferien im Wohnmobil meiner Eltern, die gerade den Suedamerikanischen Kontinet durchqueren. Hier habe ich gerade mein erstes argentinisches Lomo verdrueckt. So zartes Rindfleisch habe ich noch nie im leben gegessen und konnte gar nich genug davon kriegen... sorry Vegetarier...:



Vom Norden Argentiniens gings ueber einen Pass von 4800m nach Chile. Das Wohnmobil hats keuchend gerade noch gepackt. Unterwegs sind wir an zahlreichen grossen und kleinen Salzlagunen vorbeigekommen:
Und so sah es auf 4800m an der Chilenisch/Argentinischen Grenze aus:

In Chile sind wir im kleinen touristischen San Pedro geladent (Nahe der Grenze zu Argentinien und Bolivien). Von dort aus habe ich meine Eltern nochmals in die Salzwueste Uyuni in Bolivien begleitet. Obwohl es eine aehnliche Tour war die ich schon mal gemacht habe, habe ich die Salzwueste mit ganz anderen Facetten erlebt.

Wassermelonenlieferung in Uyuni-Bolivien:


Brotverkauferin in Uyuni am fruehen Morgen:

Auf den spaerlichen Grasflaechen weideten hunderte Lamas. Hier ein besonders wollreiches Exemplar mit lustigen Zoetteli in den Ohren:


Verweiste Lamababies werden mit der Flasche aufgezogen und dienen nebenbei als Geldquelle (Milchgeld)...:

Die Lagunen waren voller Leben. Tausende Flamingos suchten im krbsreichen Wasser nach Nahrung:

Und dann endlich wieder auf der groessten Salzwueste der Welt:
Ab und an Dampfte es aus dem Boden und man konnte sich am fruehen Morgen die kalten Fuesse im heissen Quellwasser waermen:
Eier werden direkt im heissen wasser gekocht und gleichzeitig die Milch warm gemacht:
Trenn-WC separiert Kaka und Pipi:
Ein aufkommendes Gewitter hat ueber dem Altiplano eine spezielle Atmosphaere verbreitet:

Eine der vielen Salzlagunen:
Laguna Blanca und willkommensgruss:
Kirche eines winzigen Altiplanodorfes:

Vulkan Licncabur (5950m) an der Grenze von Chile und Bolivien:


Uruguay-Tacuarembo: Ich hatte das Glueck, einige Tage auf einer Richtigen Gaucho (Suedamerikanischer Cowboy)-Ranch verbringen zu duerfen. Das war keine Touristische Luxus -Estancia mit Swimmingpool, Bar und Masage-Angebot, sondern eine echte Ranch, wo noch mit Kuehen und Schafen gearbeitet werden. Die Ranch wird von Juan und Susanne gefuehrt. Susanne ist aus der Schweiz und kommt erst noch aus dem Zuerioberland... die Welt ist einfach klein!



Juans Land wo die Rinder und Schafe die ganze Zeit verbringen:
Unsere Truppe mit Juan und Gaucho: habe hier uebrigens meine Lochkamerafunktion in meiner neuen Kamera entdeckt...

Wir durften an der taeglichen Arbeit teilnehmen. Das heisst, mit den Pferden die Rinder/Schafe von der unendlichen weiten Weide in einen Pferch eintreiben. Danach nach verletzten Tieren suchen und behandeln, bei dem Impfen helfen, bei der Kastration zukucken (haben sie mit Guemelli gemacht...), Ohren markieren, zaehlen der Tiere etc...
Eintreiben der Rinder: war super easy. Das hat ja auch zu 95% der Hofinterne Gaucho gemacht. Wir haben jedoch auch unseren Teil beigetragen...=)

Ich hochkonzentriert, dass auch kein Rind entweichen konnte... Von der Ranch haben wir echte Gaucho-Kleider bekommen (Siefel und Pluderhosen):


Ab in den Schlauch Kinder... es wird nicht weh tun...


Schafe impfen:

Und manchmal sind uns auch Ñandu-Vaeter mit ihren Kindern ueber den Weg gerast...:


Wir hatten das Glueck, dass in der Naehe gerade ein lokales Rodeo war. Die Gauchos hatten sich und ihre Pferde rausgeputzt um sich von der bessten Seite zu praesentieren. Die ganz mutigen hatten sich dann auf wilde ungezaemte Pferde geschwungen...

Gaucho zu sein ist in Uruguay sehr beliebt und immer mehr Junge Leute interessieren sich dafuer. Recht so! Solche chicke Jungs fehlen in der CH !!!

Starke Jungs:


Klein aber oho:
Ganz mutige Jungs:



Action:


Natuerlich darf die Parilla nicht fehlen. Da wird nicht nach Wurst und Stueck verkauft, sondern nach Kilo: