Sonntag, 3. Januar 2010

Uruguay

Viele haben mich gefragt, was man denn eigentlich in Uruguay sehen bzw. machen kann. Uruguay ist vor allem im Sommer, also jetzt, ein beliebtes Reiseziel fuer zahlreiche junge Leute aus Brasilien und Argentinien. Sie kommen in Scharen um an den Straenden Party zu machen, um zu surfen und braun zu werden. Das habe ich voll nicht erwartet! In den Jugendherbergen bin ich dadurch jeweils auch die aelteste und hebe mich vor der Mehrheit ab... Trotzdem habe ich die paar Tage am Strand sehr genossen und auch ab und an mal Altersgenossen getroffen!
Sobald man jedoch die Kueste verlaesst, wird man von einer gruenen und saftigen Vegetation umgeben. Dies ist das Gaucho-Land...

Punta del Diablo: Laut Lonely Planet sollte das Fischerdorf nur aus ein paar windschiefen Holzhuetten bestehen und ein Geheimtipp sein. Total falsch! Die schoenen und alten Huetten gab es, wurden aber von den zahlreichen kleinen mietbaren Cabañas rundum regelrecht in den Schatten gestellt. Trotzdem war es ein schoener und zugleich rauher Ort mit superschoenen Sandstraenden.

Punta del Diablo von weitem:Fischerboote von Punta del Diablo:
Neujahr und Vollmond am Strand von Punta del Diablo:
Holzhuetten:Urugayaner findet man immer fuer ein lustiges Foto:
Strand/Kueste von Punta del Diablo:
Auch am Strand von La Paloma wird heisser Mate-Tee geschluerft (es hammer bild...):
Fortalezza Santa Teresa: Das Fort wurde von den Portugiesen begonnen und von den Spanier vollendet (1750):

Sonntag, 27. Dezember 2009

iguazu, B.A. und mehr...

Erstmals: felize año!!! Hoffe ihr seid alle gut gerutscht. Ih habe Neujahr am Strand bei Vollmond gefeiert. Einziger Nachteil: Es war saukalt und musste mal wieder mein warmer Windstopper aus dem Rucksack graben... aber bei euch wars wohl gleich...

Nach einem kurzen Aufenthalt in Brasilien habe ich noch einen kuerzeren Abstecher nach Paraguay gemacht. Paraguay ist jedoch touristisch kaum erschlossen. Das Land haette ja einiges zu bieten wie zum beispiel den Nationalpark Chaco aber eben, kaum zugaenglich fuer touristen. Ich wollte es ja nicht glauben und musste es selbst rausfinden. Und so war es auch. Darum habe ich Paraguay auch wieder verlassen. Von Paraguay habe ich keine Fotos, da meine Kamera futsch ging. Habe unterdessen wieder eine neue.. Darum Fotos ab den Iguazufaellen..

Iguazuwasserfaelle: Wikipedia: Sie sind die größten (im Sinne von die breitesten) Wasserfälle der Welt (die Victoriafälle sind höher, aber schmaler; allerdings ist ihre Absturzkante ununterbrochen). Der Großteil (ca. ¾ der Fälle) liegt auf argentinischem Staatsgebiet, von wo normalerweise ein Zugang bis zum sogenannten „Teufelsschlund“, spanisch: Garganta del Diablo, besteht. Auf der Gesamtbreite der Fälle von etwa 2.700 m stürzen durchschnittlich 1.700 m³/s, nach längeren Niederschlägen bis zu 7.000 m³/s, in zwei Stufen bis zu 75 m hinab. Im November 2005 waren es nach schweren Regenfällen sogar 12.000 m³/s. Die Iguazuwasserfaelle kann man von der Brasilianischen wie auch von der argentinischen Seite anschauen gehen. Die brasilianische Seite gibt mehr einen Ueberblick ueber die Groesse der Wasserfaelle, auf der Argentinischen Seite ist man jedoch nahe am Wasser (im wahrsten Sinn des Wortes).
Aussicht von der Brasilianischen Seite:
Aussicht von der Argentinischen Seite: Garganta del Diablo... im wahrsten Sinne des Teufels Schlund!

erfrischende Dusche durch die tosende Gischt:

Fast wie ein Kitschbild aus einem Chinesischem Restaurant...: Mit dem Boot habe ich anschliessen einen Abstecher zum rechten Wasserfall gemacht. Tropfnass bis auf die Unterhosen...

Wunderschoene Schwaerme von Schmetterlingen:

Mein Komentar zu den Wasserfaellen: muy muy bien...

Itaipu-Staudamm (Grenze Brasilien und Paraguay): Der Itaipu-Staudamm war bis anhin der groesste Staudamm der Welt, bis ihn der 3-Schluchtenstaudamm von China den Rang abrannte. Brasilien sowie Paraguay waren am Bau beteiligt und nutzen den erzeugten Strom. Ganz Paraguay und 20% von Brasilien wird durch den Staudamm abgedeckt!!
Staumauer von unten gesehen:

Die Rohre, welche zu den Turbinen fuehren haben einen Durchmesser von 10m!!!:
Und so sieht es hinterher aus, wenn der Strom weggeleitet wird...:

Buenos Aires: Weihnachten habe ich in Buenos Aires verbracht. Zum Glueck war es da nicht so komerziell wie in Europa. Mal da, mal dort ein bisschen Weihnachtsschnickschnack, sonst keine grosse Aufregung. BA ist eifach riesig, aber einfach zu Fuss und mit Metro zu erkunden. Die Stadt ist vorallem beruhmt fuer eines: den Tango!
"Kostenlose" Tangoauffuehrung in der Stadt:
Riesenbluete, welche sich morgens oeffnet und abends schliesst...:

Schoenes versteckt sich hinter haesslichem:
2 Strassenlaternen perfekt in ein Grafitti integriert:
Weitere Strassenkunst:
Obelisk von Buenos Aires:

Von Buenos Aires gibts Direktverbindungen nach Uruguays Hauptstadt Montevideo. Ich habe jedoch mal wieder die umstaendliche Version gewaehlt um nach Uruguay zu gelangen. Von einem Schickimicki Vorort von Buenos Aires habe ich eine Faehre genommen, welche sich durch das Flussdelta geschlaengelt hat und mich ins kleine und touristische Staedchen Carmelo gebracht hat. Was mir als erstes in Uruguay aufgefallen ist, sind die uralten aber total autentischen Autos.
Buenos Aires vom Delta aus gesehen...:

Montevideo-Hauptstadt Uruguays:

Guesel-Sammler in Montevideo:

Urugays Matekultur: ueberall auf den Strasse Urugays sieht man Maneschen, ob jung oder alt bzw. modern oder altmodisch, Mate-Tee schluerfen. Das ist wie bei uns das Kaffeetrinken. Dabei darf die Thermoskanne sowie der charakteristische Matebecher mit tri-funktionalem Roehrli (Loeffel, Teesieb und Strohhalm) nicht fehlen. . Auch ich bin dem Mate verfallen...

Doro am Mate trinken:

Matebecher mit Trinkhalm gibts ueberall zu kaufen...:

Freitag, 18. Dezember 2009

Felize Navidad aus Suedamerika

Felize Navidad aus der waerme wuensche ich euch allen!!! Hier in Suedamerika ist es nicht ganz so weihnachtlich. Jedoch laeuft einem ab und an mal ein Samichlaus ueber den weg... mit allem drum herum bei 30grad im Schatten!

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Potosi, Piranhas und Pantanal

Potosi: Potosi ist einerseits beruehmt fuer die groesste Mine und andernseits die hoechstgelegene Stadt (ueber 4000m). Die Stadt lebt von den Mienen und vom Tourismus welche die Mienen besuchen. Auch ich hab mich in die dunkle und beaengsigende Unterwelt der Mienen gewagt und einen Einblick in das harte Leben der Mineure zu gewinnen.

Mieneneingang und im Hintergrund der Cerro Rico (Reicher Berg). Im ganzen Berg sind etwa 200 aktive Minen

Alles harte Handarbeit. Da sind sie gerade am Loecher bohren fuer die spaetere Sprengung. Wenigstens trugen sie Masken... Uebrigens, Potosi ist die einzige Stadt wo es legal ist, Dynamit auf dem Markt zu kaufen.
Die Mineure glauben an den Teufel im Untergrund. Um ihn zu besaenftigen opfern sie ihm Cocablaetter, Alkohol und Zigaretten. Als sie unter uns etwa 10 Sprengladungen zuendeten, hoffte ich also auch insgeheim, dass der Teufel guter Stimmung war. Alles bebte und die Druckwelle hat uns den Staub aus den Haaren geweht.Leiter hoch, Leiter runter. Zum Teil gings da 20-30m in die Tiefe... ausrutschen war nicht angesagt...
Staubig, dreckig und stickig:
Marktfrau, wo wir Coca, Coca-Cola und Dynamit fuer die Minerue kauften...
Nach Potosi habe ich noch einen Zwischenhalt in Sucre und Santa Cruz gemacht. Von Santa Cruz aus habe ich den Nachtbus an die Brasilianische Grenze genommen. Meine schlimmste Busfahrt bisher. Eine Strasse konnte ich nicht wirklich erkennen. Eher ein Flussbett... einmal musste der Bus 4-5 mal Anlauf nehmen um irgend ein Schlammhuegel zu ueberqueren. Es schwankte gefaehrlich und ruckelte die ganze Nacht. Also nichts mit schlafen.

Pantanal Suedbrasilien: Das Pantanalgebiet ist nach dem Amazonas das Artenreichste Gebiet in Suedamerika. Jedes Jahr waehrend der Regensaison ueberschwemmt der Rio Paraguay dieses gigantische Gebiet und hinterlaesst fuer Monate einen ueppigen Sumpf mit vielen Tieren. Da es ueberall feucht und nass ist, wohnen auch fast keine Menschen im Pantanal. Natur pur! Die Regenzeit hat soeben begonnen, doch ist der Rio Paraguay noch nicht ueber die Ufer getreten. Viele Tiere suchen die verbliebenen Wassertuempel auf und sind daher einfach zu finden. Zu den vielen Tieren zaehlen Kaimane, Capibaras, Anakondas, blaue und rote Aras, Riesenotter, Bruellaffen, Nasenbaeren, Guerteltiere,Tukanem, Ameisenbaeren und Tapiere. Alles haben wir nicht gesehen... hier jedoch eine kleine Selektion:

Rasante Flussfahrt...

Etwas unscharfe Riesenotter beim baden...Auf der Suche nach der Anakonda. Leider erfolglos... habe mir geschwohren, Suedamerika erst dann zu verlassen, wenn ich eine gesehen habe...
Der Mann der durch das Wasser ging: Unser Begleiter ist am Rio Paraguay aufgewachsen und hatte keine Scheu, Fluesse zu druchqueren. Er ist nie geschwommen, sondern immer durch die Fluesse gelaufen, in der hoffnung eine Anakonda am Grund aufzuspueren. Das sah jeweils so witzig aus...Haufig zu sehen, blauer Ara:Capibara oder Wasserschwein (eigentlich ein Nagetier und noch das groesste dazu...)Die Keimane konnte man nicht uebersehen. Zu Tausende habe sie sich in den wenigen Wassertuempel zusammengefunden oder lagen traege auf Sandbaenken am Fluss. Ein wahrhaftig grusliger Anblick. Wir konnten uns ihnen von hinten bis auf einen halben Meter naehern. Einmal sind wir in einem Flusslauf baden gegangen. Rund um uns ein paar Kaimane. Angreifen tuen die nicht, da Menschen einfach zu gross sind und sie Angst haben...

da waere es schon gefaehrlicher gewesen zu baden...Keimantuempel by night. Weisse Punkte sind alles reflektierende Augen...Nasenbaer:
Wahrzeichen vom Pantanal: Name unbekannt...
Piranhas: An einigen Fluessen durften wir nicht baden, da zum Teil viele Piranhas darin schwammen. Die waren so agressiv, dass man sie im 20sec-takt mit der Angel aus dem Wasser holen konnte...
Bruellaffe... machten schon einen ziemmlichen Laerm...
und zu guter Letzt die Tukane...

Lagerfeuer mit Crocodile Dundee...Brasilien ist unheimlich teuer. Bleiben tue ich noch ein paar Tage und dan gehe ich ab nach Paraguay und wahrscheinlich weiter nach Argentinien. Fuer die die es noch nicht wissen, mein neurster Rueckflugstermin ist mitte Maerz.

Wuensche euch allen eine schoene Weihnachtszeit und sende euch viele heisse Gruesse aus Brasilien.