Dienstag, 1. September 2009

islas galapogos und mehr...

Hola zusammen

Also erstens mal moechte ich mich fuer alle eure Mails bedanken. Schoen, dass ihr mich noch nicht vergessen habt!!! Leider geht mein Handy nicht. Darum habe ich auch keine Nachrichten empfangen koennen. Auch die neue Simkarte fuer Ecuador funktioniert nur in grossen Staedten, also bitte keine SMS schreiben...

Und hier meine aktuellsten Reiseberichte:

Quilotoa loop: mit dem bus sind wir erst 2.5h auf 3500m gefahren. Da waren die Strassen noch geteert. Mit dem naechsten Bus nochmals fuer 1.5h ueber unbefestigte Strasse. War recht holprig aber noch lustig. So sehen im uebrigen die meisten Ueberlandbusse in Ecuador aus...


Am naechsten Morgen sind wir um 4.oo frueh auf den Bus richtung Quilotoa Lagune. Da der Bus auch nach einer Stunde rumflicken immer noch nicht lief, entschieden wir und zum Laufen. War echt schoen bei Vollmond und Sternenhimmel zu wandern. Nach 3h hat uns der Bus doch noch eingeholt aber wir entschieden weiterzulaufen, da wir in der Ferne das Dorf Quilotoa gesehen haben... (hat sich als Irrtum rausgestellt und wir liefen nochmals ganze 2 h. Dafuer hat sich die Lanschaft grandios praesentiert:
Und endlich nach 5h ununterbrochenem Fussmarsch die Lagune von Quilotoa auf 3800m. Und wie kann es anders sein, auch dieser Berg war frueher mal ein Vulkan...
Pascal und ich sind dann nochmals 2.5h zuruck zum hostal gelaufen. Laut Lonely Planet haben wir 36km zurueckgelegt. Man hat das Bier danach gut geschmeckt...=)
Tags darauf wurden wir mit dem Milchlaster zum naechsten Dorf gebracht. Ca. 25Leute auf 9m2 (locals und turis und gepaeck...)


Vulkan Cotopaxi (5890m): ja und ich war oben!!! Zusammen mit Annick (bin mit ihr schon seit der Schule am reisen...) habe ich es gewagt. Und so sieht das Bergli von unten aus...
Die gebuchte Tour hat saemmtliches Material und Guides zur Verfuegung gestellt. Am ersten Tag wurden wir zum Refugio auf 4800m gebracht, wo wir erst eine Uebungsstunde Steigeisenlaufen bekommen haben. Wir hatte mega Glueck. Das Wetter war der hammer doch der Wind hat uns fast umgehauen und es war saukalt!!!

Und so hat der Gipfel vom Refugio aus ausgesehen. Die braune Geroellhalde aus Lavastaub und Lavageroell hat mir beim Aufstieg fast den letzten Rest gekostet. Zwei Schritte vor einer zurueck. Und dann ist noch der verd...e Wind dazugekommen...

NAch dem Abenessen legten wir uns bald mal schlafen, da der Aufstieg um 01.00 startete. Am Tag kann man den Gipfel nicht erreichen, da der Schnee durch die Sonne zu weich ist. Leider habe ich nicht so gut schlafen koennen, da der Guide, der neben mir lag, kuschelbeduerftig wurde...=) Musste ihn einige male abwehren aber wenigstens hat er uns beide sicher auf den Gipfel gefuehrt. Der Aufstieg dauerte glatte 6h waehrend Sternenklare Nacht und Vollmond. MEga schoen!!! Leider haben wir den Sonnenaufgang verpasst. Dafuer den Schatten, vom Cotopaxi sehen koennen...

Ja und da haben wir es geschaft. Uebergluecklich und total muede. Fuer viele Fotos hat es leider nicht gereicht, da es so megamaessig kalt war. Uebrigens, der Vulkan Cotopoaxi ist der hoechste aktivste Vulkan gemessen von Erdmittelpunkt (Die Erde ist nach Humbolt eine Elipse und der Cotopaxi liegt am Aequator, somit der Hoechste Berg... irgendwie so hat uns das unser Guide erklaehrt...=)

Der Abstieg dauerte nur noch ca 1.5h. Ich war jedoch so muede, dass sogar das runterlaufen anstengend war...=)
Islas Galapogos
Und Hier noch die Fotos von Galapogos. Es ist wirklich ein kleines Paradies diese Galapogosinseln. Wir habe saemtliche Tiere gesehen, die dort auf der Insel zum groessten Teil endemisch (also nur auf Galapogos) vorkommen. Von Quito aus haben wir eine 8-Tages Tour auf einem Segelschiff gebucht und von Insel zu Insel geschippert. Mit an Board war ein Guide, Captain und die Crew.
Unser Hotel fuer die 8 Tage: Fuer alle Segelfreunde: Nein, die Segel wurden kein einziges mal gehisst! Schade...

Taeglich sind wir mit kleinen Dingis (remember Mallorca; heissen hier aber Panga) an Land bzw zu Schnorchelplaetzen gebracht worden. Das Spezielle an den Inseln war, dass jede eine eigene Vegetation und Tierartenvielfallt aufwies. JEde Insel war eine Ueberraschung.

Bartolome: Dieses Foto sieht man in allen Galapogos Reisekatalogen...

Nasca Boobies (Nasca Toelpel): man musste schauen, dass man nicht ueber die stolperte. Die waren so zahlreich auf der Insel Genovesa und ueberhaupt nicht scheu (wie alle anderen Tiere auch!)

Red footed Boobies (Rotfusstoelpel): Die haben auf Baumen (Mangroven) genistet und man konnte die fast wie Aepfel von den Baeumen pfluecken...

Monsterkakktus:

Blue footed boobie: Wahrzeichen von Galapogos.


Morgenstimmung Baltra:

Pilotwal: Was fuer ein Glueck haben wir die gesehen. Die sieht man nicht taeglich.


Land Iguana: von denen hats auf einigen Inseln nur so gewimmelt...

Lobo del Mar (Galapogos Seeloewe): Meine Favoriten! Die gabs auf allen Inseln. Traege und total verpennt lagen die an den Straenden auf Felsen oder irgenwo im Gebuesch. Die haben lediglich mal kurz ein Auge aufgemacht um zu kucken ob noch alles in Ordnung war. Und falls man denen mal ein bisschen zu Nahe (1m) gekommen war, haben sie den kopf gehoben und kurz gebruellt.

Im Meer war es fuer mich eher ungewoehnlich mit denen zu baden, da die plotzlich aus dem Nichts aufgetaucht sind. Mit Vollspeed sind sie auf einem geschwommen und im letzten Moment wieder abgewendet... Man bin ich das erste mal erschrocken...!!! Uebrigens, Seeloewen erkennt man an den Ohren (Seehunde haben nur Loecher und kommen nicht vor auf Galapogos)
Ungebetener Gast am Fischstand:

Penner am Strand:


Penner auf einem Felsen:


Ca. 2 Wochen altes Baby. Wir haben auch solche gesehen, die gerade auf die Welt gekommen sind!


Nochmals so ein verpenntes Tier:


Die koennen auch im Wasser haengen und pennen...

Pelikan:


Taschenkrebs: einer von zig Milionen...

Vegetation:

Vogel:

Und damit ihr mich nicht vergisst:

Mittwoch, 19. August 2009

Volcan Cotopaxi (5900m): Aussicht auf den majestaetischen Vulkan Cotopaxi von der Strasse aus an der ich wohne. Das ist uebrigens mein naechstes Ziel, wenn ich von den Galapogos Inseln zurueckkomme... Der Aufstieg wenig schwierig (Ausruestung wird von der gebuchten Tour zur Verfuegung gestellt) nur die Hoehe mach das Atmen schwer...


Ausflug nach Baños (1800m): Baños ist ein kleine Turistenhochburg und liegt fast an der grenze zum Amazonasgebiet. Die Vegetation ist mega gruen und herrlich zum wandern. Ueberall gibts Orchideen, Bromelien auf den Baumen und allerlei Getier zum bewundern.




... where is the animal???... erste behaarte Tarantel


... und hier entspannen sich die Familien aus Quito beim plantschen, sich sonnen etc.


Cuy gegrillt: Meerschweinchen gibts hier ueberall zu essen. Habe es aber noch nicht probiert...=)

...und wem das Mehrschwein zu klein ist, kann sich in zahlreichen "Comedores" mit Spahnferkel den Bauch vollschlagen...



Volcan Pululahua (3000m): Dies soll der einzige bewohnte Vulkan sein. Die Vegetation war mega trocken, das Klima windig und warm.


Wegweiser nach ganz oben:

Aussicht von oben:

Orchideen auf 3000m Hoehe:


Diese Orchidee ist eine von zig tausenden in einer Kuhweide...


Mitad del Mundo: Ausflug an den Equator. Links von mir ist die Suedhalbkugel, rechts von mir die Nordhalbkugel...





Dienstag, 11. August 2009

Ausflug nachOtavalo: Otavalo liegt etwa zweieinhalbstunden mit dem bus enfernt von Quito. Dort ist der groeste Kunsthandwerksmarkt von Equador und wird erfolgreich von Indigenas gefuehrt. Vor lauter Farben und Formen konnte ich mich nicht entscheiden, was ich kaufen wollte (dev. Taschen, Tischlaeufer, Tischtuecher, Jacken, Schals, Tuecher, Pullover aus Alpacka, Haengematten, Schmuck etc...) und kam somit mit fast leeren Taschen weider zurueck nach Quito=) Alles sieht gleich farbig aber dennoch anders aus...




Unser Mittagessen fuer 1,5 Dollar: Suppe mit Mais, Hauptgang, Fruchtsaft und Dessert. Echt unschlagbar und dazu noch mega fein...




Ausflug Parque Condor: Rei de los Andes: ein mega Tier!!! und dazu noch ziemmlich feo...



Volcano Pichincha(4300m), Top of Quito:
Nein, dass ist nicht ein Bild aus der Schweiz, sondern Quitos neuste Turistenatraktion. Auf einen Schlag hat uns die Gondelban von 2800 auf 4100 gebracht.


Aussicht auf Quito von der Bergstation. Man sieht etwa einen Viertel der Stadt! (Laenge etwa 80km!!!)


Noemi und Ich:




Doro und im Hintergrund unser Ziel: Rucu Pichincha.



Volcano Pichincha
Andencondor? Nein, ein Adler, der 50m vor uns gelandet ist...


Vegetation unterwegs:

Gipfelfoto:

Da es da oben extrem windig und saukalt war, noch ein Foto mit meiner Gringomuetze:




Hoch ueber Quito:




Mittwoch, 5. August 2009

La vida en Quito

Moechte mal kurz beschreiben, wie mein Leben im Moment hier in Ecuador so aussieht.

1. Gastfamilie: Ich wohne in einem riesigen verwinkeltem Haus mit einer Schwizerin und Belgierin. Fuer unser leibliches Wohl sogen unter anderem Martha und Maria (Schwestern) welche zusammen mit Ihrer Mutter im Haus leben. Die sind echt nett und kuemmern sich mega um uns. Das heisst, es wird zusammen gegessen, zusammen gequatscht und sie haben uns sogar die Stadt gezeigt. Da habe ich es wirklich gut getroffen...=)
Im Haus sorgt im uebrigen ein Dienstmaedchen fuer Ordnung. Meine Familie gehoert wohl zum oberen Standard, obwohl das Haus fuer Schweizer Verhaeltnisse recht runtergekommen ist. Habe euch ein Bild der Dusche hinzugefuegt...=) Der Duschkopf besteht aus einem simplen Durchlauferhitzer...

Was ein wenig gewoehnungsbeduerftig ist, ist dass man das WC-Papier nicht ins Klo werfen darf. Ecuadors Abwassersystem ist sonst ueberfordert...=)


2. Strassen: auf den Strassen herrscht teilweise ein riesiges Durcheinander und man muss echt aufpassen, dass man nicht ueberfahren wird. Partikelfilter kennen die hier im uebrigen auch nicht. Die Busse stossen zum Teil tiefschwarze Rauchwolcken aus und das direkt neben dir... Taxis gibts wie Sand am Meer und sind spottbillig! Vom Stadtzentrum kostet es gerade mal 2 Dollar um nach Hause zu fahren. Unterdessen bin ich schon ganz gut im Preisaushandeln und muss nicht mehr Gringo-Preise zahlen....=)

Altstadt Quito

Morgenverkehr QuitoMann muss auch auf den Gehwegen (sofern man das ueberhaupt Gehweg nennen kann) aufpassen dass man nicht stolpert. Insbesondere wenn man die Stromleitungen studiert... Ob da der Elektriker noch durchblickt...???


3. Leute: Die Einheimischen sind soo was von freundlich hier. Sie begegnen einem mit grosser Neugier. Man kommt ultra schnell mit denen ins Gespraech. Natuerlich haben die einen die Absicht damit Geld zu verdienen. Jedoch los maijores wollen einfach nur plaudern. Natuerlich falle ich als Weisse hier besonders auf, fuehle mich aber trotzdem sicher hier.

An allen Strassenecken sitzen indigene Frauen und verkaufen Fruechte, Gemuese etc. Im Vergleich zu den modernen Ecadorianern sind die sehr traditionsbewust. Tragen traditionelle Kleidung etc. Das macht das Strassenbild extrem bunt. Neben sehr armen Leuten gibts hier auch Leute mit viiiiel Geld. Mir ist letzthin ein super teurer Mercedes Jeep ueber den Weg gefahren!

4. Vogelgrippe: Ja auch die Vogelgrippe ist in Ecuador omnipraesent! Im Flugzeug musste ich einen Zettel ausfuellen ob ich mich krank fuehle oder nicht und nach der Passkontrolle musste ich sogar eine Waermebildkamera passieren!!!

Natuerlich ist die Vogelgrippe auch im Unterricht ein grosses Thema. Selbst unsere gutausgebildeten Leher wissen nur sehr wenig ueber diese Grippe und sind dementsprechend verunsichert.

5. Ausgang: Mojitos 4 Dollar, no coments... Anstatt Zweifelchips gibts Bananenchips...


6. Schule: Bis jetzt kann ich nicht klagen. Lerne mega viel, da die Lehr gut ausgebildet sind! Die Schuhlzimmer sind muy pequeño, und mann muss eng zusammenruecken...=) Das folgende Bild ist das Schulzimmer fuer 4 Personen...